
Gateway-as-a-Service (GaaS)
Die industrielle Konnektivität befindet sich im Wandel. Was früher eine reine Hardwareentscheidung war, entwickelt sich zunehmend zu einer serviceorientierten Strategie. Anstatt Gateways zu kaufen und selbst zu betreiben, setzen immer mehr Unternehmen auf „Gateway as a Service“ (GaaS). Dieses Modell ist auf Verfügbarkeit, Skalierbarkeit und langfristige Betriebssicherheit ausgelegt.
Diese Entwicklung beobachten wir bei INOVIS Live Automation AG täglich. Kunden aus den Bereichen Energie, Smart City und Industrieautomation wechseln von isolierten Hardwarelösungen zu ganzheitlich betreuten Gateway-Services.
Wie ist die wahre Bedeutung von „Gateway-as-a-Service“?
Gateway-as-a-Service verändert die Rolle des industriellen Gateways grundlegend. Früher wurde ein solches Gerät beschafft, installiert und intern verwaltet. Heute ist es Teil eines vollständig gemanagten Systems.
Im GaaS-Modell wird das Gateway als einsatzbereite Komponente geliefert. Es ist vorkonfiguriert, vernetzt und wird kontinuierlich überwacht und gewartet, ohne dass tiefgehendes technisches Know-how auf Kundenseite notwendig ist.
Dadurch verschiebt sich der Fokus klar: weg von der Infrastruktur, hin zu den eigentlichen Anwendungen und Daten. Das Gateway läuft im Hintergrund – zuverlässig und nahezu unsichtbar.
Warum Gateways im Zentrum dieser Entwicklung stehen
Gateways bilden die Schnittstelle zwischen der operativen Ebene (OT) und der IT-Welt. Sie verbinden Sensoren, Steuerungen, Zähler und Maschinen mit zentralen Systemen oder Cloud-Plattformen.
Mit zunehmender Anzahl von Standorten und Geräten steigt jedoch auch die Komplexität. Firmware-Updates, Sicherheitsanforderungen und das Verbindungsmanagement müssen dann über viele Systeme hinweg koordiniert werden.
Genau hier setzt GaaS an: Durch die zentrale Verwaltung und die ausgelagerte Verantwortung für den Lebenszyklus wird der Betrieb deutlich einfacher und sicherer.
Reale Gateway-Plattformen im GaaS-Umfeld
Eine stabile GaaS-Lösung beginnt immer mit zuverlässiger Hardware.
Mit der IG502- und IG902-Serie bietet InHand Networks leistungsstarke Edge-Gateways, die sich besonders für anspruchsvolle industrielle Anwendungen eignen. Sie bieten hohe Rechenleistung, sichere Kommunikation und flexible Integrationsmöglichkeiten.
Teltonika Networks bietet mit der TRB-Serie (zum Beispiel TRB141, TRB142, TRB143, TRB145, TRB160, TRB246, TRB256 und TRB501) kompakte und vielseitige Gateways. Diese sind besonders in industriellen Umgebungen verbreitet, in denen robuste und flexible Schnittstellen gefragt sind.
Milesight fokussiert sich mit der UG6x-Serie (UG63, UG65 und UG67) auf LoRaWAN-Anwendungen. Diese Gateways ermöglichen eine energieeffiziente und weitreichende Kommunikation und sind somit ideal für Smart-City- und Umweltprojekte geeignet.
Unipi Technology ergänzt das Portfolio mit den Unipi Gate 100 und 110, die Gateway-Funktionalität mit Steuerungslogik kombinieren und häufig in der Gebäudeautomation und im Energiemanagement eingesetzt werden.
Vergleich der Gateway-Plattformen
Zur besseren Einordnung zeigt die folgende Tabelle die wichtigsten Unterschiede und Gemeinsamkeiten:
| Hersteller | Serie / Modelle | Konnektivität | Stärke | Typische Anwendung |
|---|---|---|---|---|
| InHand Networks | IG502 / IG902 | LTE / 5G / Ethernet | Edge Computing, hohe Performance | Industrie, Infrastruktur, Remote Monitoring |
| Teltonika Networks | TRB-Serie (141–501) | LTE, Serial, Ethernet | Kompakt, flexibel, robust | Maschinenanbindung, industrielle Integration |
| Milesight | UG63 / UG65 / UG67 | LoRaWAN | Grosse Reichweite, niedriger Energieverbrauch | Smart City, Umweltmonitoring |
| Unipi Technology | Gate 100 / 110 | LTE / Ethernet | Kombination aus Steuerung und Gateway | Gebäudeautomation, Energiesysteme |
Obwohl alle Geräte als Gateways fungieren, unterscheiden sie sich deutlich in ihrem Fokus. Genau diese Vielfalt macht einen servicebasierten Ansatz wie GaaS so wertvoll.
Wo Gateway-as-a-Service echten Mehrwert schafft
„Gateway-as-a-Service” wird bereits heute in zahlreichen Branchen erfolgreich eingesetzt.
In Smart Cities beispielsweise verbinden LoRaWAN-Gateways Sensoren für die Luftqualität, das Abfallmanagement oder die Beleuchtung. Eine zentrale Verwaltung sorgt für Stabilität und Skalierbarkeit.
Im Energiesektor kommen Gateways für Smart Metering und Sub-Metering zum Einsatz. Gerade bei verteilten Standorten ist eine zuverlässige Datenübertragung von entscheidender Bedeutung.
In der Industrieautomation verbinden Gateways Maschinen und Steuerungen. GaaS stellt sicher, dass Updates und Wartungen ohne Produktionsunterbrechungen erfolgen.
Auch bei Versorgungsunternehmen und Infrastrukturen, etwa bei Pumpstationen oder in abgelegenen Gebieten, ermöglichen Gateways eine effiziente Fernüberwachung.
Was ein GaaS-Modell konkret beinhaltet
Ein Gateway-as-a-Service-Angebot vereint mehrere Komponenten in einer Lösung:
- Vorkonfigurierte industrielle Gateways
- Integrierte Konnektivität (SIM, eSIM oder LPWAN)
- Zentrale Überwachung und Gerätemanagement
- Laufende Updates und Sicherheitswartung
- SLA-basierter Support inklusive Austauschservices
Diese Bündelung reduziert die Komplexität erheblich und sorgt für einen stabilen Betrieb.
Bei INOVIS Live Automation AG entwickeln wir genau solche Lösungen – individuell abgestimmt auf die Anforderungen unserer Kunden.
Vom Produkt zum Ergebnis
Die grösste Veränderung durch GaaS ist nicht technologischer, sondern konzeptioneller Natur. Unternehmen investieren nicht mehr in Geräte, sondern in Ergebnisse.
Konnektivität wird zu einem garantierten Service. Ausfälle werden minimiert, die Skalierung wird vereinfacht und die internen Ressourcen werden entlastet.
Dieser Wandel ist mit der Entwicklung hin zu Cloud-Diensten vergleichbar – weg vom Besitz, hin zur Nutzung.
Blick in die Zukunft
Gateways entwickeln sich weiter. Durch Edge Computing ist eine direkte Verarbeitung von Daten vor Ort möglich, während eSIM globale Rollouts erleichtert und 5G sowie LPWAN neue Einsatzmöglichkeiten schaffen.
Künftig werden Gateways nicht nur Daten übertragen, sondern auch aktiv analysieren und Prozesse steuern.















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